13.12.2015

Naturschutz Offizierssiedlung

In Mannheim gibt es anscheinend keine sinnvollere Lösung als Wohnbauflächen zu verdichten.
Guter Leserbrief im MaMo.
Es stehen doch ausreichend unbebaute Flächen auf den ehemaligen Militärflächen zur Verfügung.
Wer für diese Wohnbau-Verdichtung auch noch hunderte Bäume opfert, hat sich gedanklich bereits vom Umweltschutz und von der vielbeschworenen Nachhaltigkeit verabschiedet oder diese immer nur vorgetäuscht.

25.11.2015

Straße am Aubuckel bleibt.

Die Verlegung der Straße „Am Aubuckel“ wurde gestern im Mannheimer Gemeinderat mehrheitlich abgelehnt.  Naturschutz Mannheim bedankt sich bei der BI Konversion statt BuGa, die beharrlich gegen die Entscheidung des OB und seine Verlegung der Straße am Aubuckel gearbeitet hat.

Damit ist ein wichtiger Etappensieg gegen die Ausrichtung der BuGa erzielt worden. Der Verzicht auf die Straßenverlegung spart viel Geld und zahlreiche Kleingärten bleiben erhalten bzw. verlieren nicht an Wert. Die weitere Diskussion muss sich jetzt darauf konzentrieren, wie Spinelli zu überschaubaren Kosten begrünt werden kann. Der angrenzende Bürgerpark ist ein gutes Beispiel, wie es gehen könnte. Wichtig dabei ist, dass eine Frischluftschneise entsteht, die tatsächlich eine spürbare Entlastung für die Innenstadt bringt. Die Breite der Frischluftschneise sollte auf jeden Fall 1000 Meter betragen. Wir als BI Konversion statt BuGa sind bereit, konstruktiv an der Verwirklichung eines Grünzugs ohne BuGa mitzuarbeiten.

15.11.2015

Pflanzen in der Au (Feudenheim)

Der Eintritt bei den Kleingärtnern in der Mannheimer Au in Feudenheim ist frei. Kostenlos können hier Pflanzen, Blumen, Obst und die Liebe der Kleingärtner zur Natur bestaunt werden.

Vieles fällt dem Bagger zum Opfer, wenn das Gelände der Bundesgartenschau hergerichtet werden wird, um den Bürgern mit einer Bundesgartenschau im Jahr 2023 Pflanzen und Blumen gegen Eintrittsgeld zur Schau zu stellen.

Die jahrzehnte lange kostenlose Betreuung und Pflege des Geländes durch die Kleingärtner weicht der Pflege der Stadtgärtnerei.

Was wird die Jahreskarte kosten ?

Und warum muss ich jetzt einen Riesenumweg fahren, weil da künftig ein Zaun dem Besucher einen freien Eintritt verwehrt?

08.10.2015

Ökologische Stadtentwicklung a la Kurz

Nicht zum ersten Mal erklärt uns Dr. Peter Kurz in der Pose des unfehlbaren Stadtoberhauptes seine Wahrheit: „Das größte Stadtentwicklungsprojekt der Nachkriegszeit mit ökologischen Argumenten kippen zu wollen, halte ich für intellektuell unredlich“! Wow ! Gemeint ist der durchgehende Grünzug Nord – Nordost. Ursprünglich konzipiert von Sandhofen über den Käfertaler Wald, über die Taylor Barracks zu den Vogelstangseen und von dort über Spinelli und die Au zum Luisenpark. Inzwischen ist das gigantische Projekt, mit dem Mannheim zur ökologischen Musterkommune aufsteigen wollte, ohne die Coleman Barracks in Sandhofen, ohne den Käfertaler Wald und die Taylor Barracks zu einem Zügchen mutiert, über dessen Anbindung an den Luisenpark aus gutem Grund beharrlich geschwiegen wird. Geblieben ist vom ursprünglichen Konzept allerdings die unbegreifliche Zerstörung des Landschaftsschutzgebietes Au mit ihren Kleingartenanlagen. Im Saldo wird durch diesen Mini – Grünzug in der Au mehr Natur zerstört als auf Spinelli renaturiert. Und es ist ganz wichtig auch dieser Mini – Grünzug ist nicht wirklich durchgehend, sondern wird zwischen den Vogelstangseen und Spinelli durch zwei große Straßenbahntrassen und mehrere Straßen unter anderem durch eine große Ost-west Verbindung stärker zerschnitten und getrennt als durch die angeblich so störende Straße am Aubuckel. Vollkommen übersehen werden außerdem die vielen Sport-, Tennisanlagen und der Reiterverein mitten in diesem Grünzug. Als Spitze der raffiniert verpackten Mogelpackung blendet unser OB vollkommen aus, man könnte auch sagen, er verschweigt es bewusst, dass die geplante Strasse an der Riedbahn mit ihrem großem Lärmschutzwall den sogenannten durchgehenden Grünzug nachweißlich stärker zerschneidet und stört als die existierende Straße am Aubuckel. Da noch von einem durchgehenden Grünzug mit ökologischen Wert zu sprechen ist fast abenteuerlich. Wenig überzeugend und nicht glaubhaft reagiert auch der Vorsitzende des Preisgerichts auf einen eventuellen Verzicht der Straßenverlegung. Ihm kommen die Tränen, wenn er daran denkt, dass ein Kernstück der ökologischen Stadtentwicklung , die Strassenverlegung, unter Umständen nicht kommt. Den viel größeren ökologischen Schaden durch die neue Straße an der Riedbahn nimmt der Gartenarchitekt einfach nicht zur Kenntnis oder verschweigt es geflissentlich. Wer mit solch durchsichtigen, offensichtlich falschen Argumenten ein solch fragwürdiges Projekt mit allen Mitteln, auch unredlichen, auf den Weg bringen will, verliert jede Glaubwürdigkeit und kann nicht wirklich ernst genommen werden. Niemand ist grundsätzlich gegen eine Begrünung von Spinelli. Sie lässt sich aber sehr viel billiger und Natur schonender realisieren. Dafür mit demokratischen Mittel zu kämpfen, ist in einer Demokratie nicht unredlich. Ganz im Gegenteil. Es ist ausdrückliches demokratisches Recht aller Bürger, eigentlich sogar ihre staatsbürgerliche Pflicht, dafür einzutreten, Schaden von unserer Stadt abzuwenden. Wer das nicht, wie unser OB, akzeptieren kann, hat das Wesen der Demokratie, die von kontroversen Diskussion lebt, nicht verstanden und handelt im Kern undemokratisch.

02.08.2015

Landschaftsschutzgebiet statt Bundesgartenschau

zum Artikel im MM

  • 02.08.15, 22:59

    Landschaftsschutzgebiet statt Bundesgartenschau.....

    von Gisela Ruhsam
    Richtig ! Spart das Geld und lasst es so wie es ist. Die Kleingärten sind ein Paradies für Tiere. Der in den Jahreszeiten wechselnde Anblick der landwirtschaftlich genutzten Flächen ist wesentlich interessanten, als jede öffentliche Grünfläche. Für die Pflege ist eh keine Geld da. Ungepflegte Grünflächen gibt es bereits genug. Wer macht die Fotostrecke grüner Verwahrlosung?
  • 02.08.15, 22:31

    Landschaftsschutzgebiet

    von Hans-Joachim Korehnke
    Das wird wohl mit diesem OB nicht zu händeln sein. Die Wahlversprechen gelten nicht mehr. Er hat durch die Migranten gewonnen und wird alles daran setzen sich ein Denkmal zu errichten. Der Bürger und das finanzielle Debakel das da folgt, interessiert den wenig.
  • 02.08.15, 21:23

    Weder die Gemeinderäte noch die Naturschutzverbände wurden vorher informiert.

    von Ursula Risch
    Die Auslegung des Gutachtens seitens der Stadt ist widersprüchlich: auf der einen Seite soll die Straße verlegt werden, um die seltenen Arten zu schützen (obwohl sie sich offensichtlich auch mit Straße dort angesiedelt oder erhalten haben), auf der anderen Seite wird in Eingriffe in den Lebensraum der geschützten Arten kein Problem gesehen, weil die Tiere ja umgesiedelt werden könnten. Es ist verwunderlich, dass es in Mannheim trotz unnötiger Abholzung von Bäumen und unüberlegter Bebauung überhaupt noch so viele seltene und sogar vom Aussterben bedrohte Arten gibt. Was übrigens beim Gutachten gar nicht einbezogen wurde, sind die Flächen außerhalb Spinellis in Käfertal, die heute weitgehend grün sind, aber im Zuge der BuGa ebenfalls massiv bebaut werden sollen. Zusammengefasst kann man sagen, es wird mehr Natur zerstört, als durch die stark geschrumpfte Mogelpackung Grünzug gewonnen wird. Die neue Straße geht auch durch den Grünzug. Durch Eingriffe ins Hochgestade, den Riedbahndamm, den geplanten See in der Au und die durch die Straßenverlegung notwendige Verlegung der Kleingärten wird der Lebensraum dieser geschützten Arten zerstört.